Bildung.

Akademisierung, Nachwuchsförderung und die Weiterentwicklung der Masterstudiengänge — wissenschaftliche Bildung als Fundament der Ergotherapie.

Schwerpunkt

Bildungsarbeit

Die DGEW bündelt ihre bildungsbezogenen Aktivitäten in zwei Arbeitsgruppen und unterstützt Studierende bei der Orientierung im akademischen Feld.

Bildung bildet das Rückgrat einer wissenschaftlich fundierten Ergotherapie. Die Arbeitsgruppen der DGEW begleiten den wissenschaftlichen Nachwuchs, vernetzen die Masterstudiengänge in Deutschland und schaffen Transparenz in einer vielfältigen akademischen Landschaft.

Wer sich für eine akademische Laufbahn entscheidet, findet bei der DGEW Mentoring, Austausch und Orientierungshilfen — über die Grenzen einzelner Hochschulen hinweg.

Arbeitsgruppen

Zwei AGs, ein Ziel.

Arbeitsgruppe

AG Bildung – Mentoring


Mentoring-Programm für Promovierende und wissenschaftlichen Nachwuchs in der Ergotherapie. Regelmäßige Online-Treffen zum fachlichen Austausch und zur Begleitung auf dem akademischen Weg.

Format

Online Treffen

Zielgruppe

Promovierende


Arbeitsgruppe

AG Masterstudiengänge

Vernetzung und Weiterentwicklung der Masterstudiengänge im Kontext der Ergotherapiewissenschaft. Die AG analysiert, systematisiert und dokumentiert das akademische Angebot in Deutschland.


Analysezeitraum

2020 – 2022

Wissen Aufbereitet von der AG Bildung - Mentoring

Promotion in der Ergotherapie.

Für eine Promotion in der Ergotherapie sprechen viele Gründe und sie bietet zahlreiche Vorteile und Möglichkeiten. Hier sind einige Gründe, warum du diesen Weg einschlagen solltest:

 

  • Fortsetzung der akademischen Laufbahn: Nach deinem Masterstudium hast du das Gefühl, dass deine Zeit an der Universität noch nicht zu Ende sein sollte. Eine Promotion bietet dir die Chance, weiterhin in einem akademischen Umfeld zu arbeiten und zu lernen.
  • Karriere in der Wissenschaft und Lehre: Wenn du eine akademische Laufbahn anstrebst, sei es in der Forschung oder als Professor*in an einer Universität oder Fachhochschule, ist eine Promotion oft unerlässlich. Sie öffnet Türen zu Positionen, die ohne Doktortitel schwer erreichbar sind.
  • Forschung im Bereich Ergotherapie: Dein Interesse an der Ergotherapie kann durch eine Promotion vertieft werden. Du hast die Möglichkeit, eigenständig zu forschen und neue Erkenntnisse in diesem spannenden Feld zu gewinnen.
  • Vertiefung eines speziellen Themas: Eine Promotion erlaubt es dir, dich intensiv mit einem spezifischen ergotherapeutischen Thema oder einem mit den Bezugswissenschaften verknüpften Thema auseinandersetzen. Du kannst tief in die Materie eintauchen und einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Disziplin leisten.
  • Leidenschaft für die Akademisierung der Ergotherapie: Du brennst dafür, dich mit anderen dafür einzusetzen die Ergotherapie als eigenständige Wissenschaft zu etablieren und ihre Anerkennung zu fördern. Durch deine Forschung und akademische Arbeit trägst du zur Professionalisierung und Weiterentwicklung des Fachgebiets bei.

 

Eine Promotion ist eine herausfordernde, aber auch äußerst lohnende Reise. Sie bietet dir die Möglichkeit, deine beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen und einen bedeutenden Beitrag zur Wissenschaft zu leisten.

Eine Promotion erfordert in der Regel ein abgeschlossenes Studium an einer Universität mit einem Diplom oder Master in einem relevanten Fachgebiet. Auch mit einem Abschluss von einer Hochschule für angewandte Wissenschaft (HAW) hat man heutzutage die Möglichkeit, an einer Universität zu promovieren.

Zulassungsvoraussetzungen für eine Promotion sind üblicherweise 300 ECTS-Punkte, wobei einige dieser Punkte teilweise auch während eines Promotionsstudiums durch wissenschaftliche Module erworben werden können.

 

Grundsätzlich gilt zu beachten, dass die genauen Voraussetzungen für eine Promotion stark von der individuellen Promotionsordnung einer Universität oder Fachhochschule abhängen. Du solltest daher stets auf die aktuelle Promotionsordnung der jeweiligen Universität achten, insbesondere auf die Hinweise zum Eignungsfeststellungsverfahren.

Ein Thema für die Promotion zu finden kann auf unterschiedlichen Wegen ablaufen. Von der selbstständigen Themenentwicklung bis hin zur Vorgabe eines Promotionsfokus. Dies ist beispielsweise davon abhängig, ob du deine Promotion im Rahmen eines über Drittmittel finanzierten Forschungsprojektes mit einem klar definierten Forschungsrahmen absolvierst, oder ob du dein Thema selbstständig oder im Rahmen eines Promotionskollegs entwickelst.

 

Essentiell ist bei allen verschiedenen Varianten aber auf jeden Fall, dass du dich mit dem Thema, dem Fokus, den Fragestellungen und der Methode identifizieren kannst.

 

Mit dem Thema deiner Promotion wirst du dich sehr lange und intensiv beschäftigen. Deshalb ist es wichtig, dass du ein Thema wählst, das deinen Interessen entspricht und mit dem du dich identifizieren kannst. Um dich zu orientieren, lies auf jeden Fall aktuelle Fachliteratur und besuche Fachtagungen, um dich mit anderen Expert*innen auszutauschen.

 

Überlege zunächst, welcher Fachbereich dich besonders fasziniert. Vielleicht kannst du an deine Masterarbeit anknüpfen? Oder du hast im Praxisalltag Forschungslücken entdeckt, die du weiter untersuchen möchtest? Inspiration können auch Ausschreibungen von Universitäten oder Stiftungen bieten.  Wenn du hier fündig wirst, kannst du dich Bewerben und hast auch gleich die Frage der Finanzierung geklärt.

Die Ergotherapie steht in Deutschland immer noch am Anfang der Akademisierung. Wie viele Ergotherapeut*innen, hast du deinen Master vielleicht nicht in der Ergotherapie, sondern in einem angrenzenden Fachgebiet wie z.B. Public Health, Rehabilitations- oder Therapiewissenschaften, Gesundheitsförderung und Prävention, Versorgungsforschung oder Erwachsenenbildung erworben.

 

Auch bei der Suche nach einer geeigneten Universität für die Betreuung deiner Promotion benötigst du einen interprofessionellen Blickwinkel, der sich an deinem Forschungsinteresse orientieren sollte. Deutschlandweit kannst du mittlerweile an einigen Universitäten, komplexe Fragestellungen der Ergotherapie in einem breiteren wissenschaftlichen Kontext erforschen.

 

Unsere AG-Mitglieder haben ihre Promotionen an verschiedenen Standorten in Deutschland und sogar im Ausland abgeschlossen. Grundsätzlich ist eine Promotion an allen Universitäten bzw. Lehrstühlen möglich, die thematisch den Bereich Rehabilitations- und Therapiewissenschaften abdecken. Je nach Thema können auch andere Arbeitsbereiche wie Sonderpädagogik, Psychologie oder Medizin für eine Promotion mit Bezug zur Ergotherapie in Frage kommen.

 

Diesbezüglich ist es wichtig, sich über die aktuellen Promotionsordnungen der Universitäten/Hochschulen zu informieren. In diesen ist festgelegt, welche Fachbereiche und Disziplinen Zugang zum Promotionsprogramm haben. Häufig ist die Ergotherapie nicht explizit benannt. Dann lohnt es sich abzuklären, ob die Ergotherapie auch äquivalent mit Fächern wie Gesundheitswissenschaften oder Public Health behandelt werden kann.

 

Die nachfolgende Liste zeigt einige Universitäten, an denen Mitglieder unseres Netzwerks promovieren oder promoviert haben.

  • Georg-August- Universität Göttingen
  • Universität zu Lübeck
  • RWTH Aachen
  • Universität Tübingen
  • Universität zu Köln
  • Technische Universität Dortmund

Die Arbeit an einer Dissertation erstreckt sich in der Regel über mindestens drei Jahre und bringt neben Höhen, auch Tiefen mit sich. Deshalb ist es sehr wichtig, dass dich in diesem Prozess eine wissenschaftlich und menschlich passende Betreuung begleitet.

 

Die Wahl der Betreuungsperson hängt im Idealfall vor allem vom Thema deiner Promotion und den Rahmenbedingungen ab. Sobald das Themenfeld und eventuell auch die Methodik deiner Arbeit eingegrenzt sind, solltest du deshalb Kontakt zu möglichen Betreuungspersonen aufnehmen. Scheue dich nicht, Professor*innen per E-Mail zu kontaktieren oder auf Konferenzen anzusprechen, um ein Gespräch zu vereinbaren. Auch wenn es nicht sofort funktioniert, wirst du sicherlich wertvolle Tipps erhalten.

 

Wenn du im Rahmen eines Drittmittelprojektes promovierst kann es auch sein, dass Erst- und Zweitbetreuer*innen der Universität angehören müssen, an der du promovieren möchtest. Da diese Personen in der Regel keinen ergotherapeutischen Hintergrund haben, empfiehlt es sich abzuklären, ob es möglich ist, eine dritte (externe) Betreuungsperson aus dem Fachbereich Ergotherapie in den Promotionsprozess einzubinden. Je nach Universität gibt es hier verschiedene Regelungen. Es kann beispielsweise sein, dass die drittbetreuende Person aus der Ergotherapie dann nicht Prüfungsberechtigt ist. Jedoch kann sie im Rahmen von Statuspräsentationen im Promotionsprozess, sowie während der Disputation ihre Fragen einbringen und dich darüber hinaus fachlich auf dem Dissertationsweg begleiten.

 

Eine Liste mit möglichen Kontaktpersonen aus Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie, die dich beraten können, findest du hier:

https://www.hv-gesundheitsfachberufe.de/promotionsunterstuetzung-in-den-therapieberufen/

 

Welche Personen eine Promotion betreuen dürfen, ist in der Promotionsordnung der jeweiligen Universitäten bzw. Fakultät festgelegt. Du möchtest, dass deine Arbeit ergotherapeutisch betreut wird?

 

Dann kommt vielleicht eine kooperative Promotion für dich in Frage. Aktuell entstehen in den Bundesländern unterschiedliche Verbundsstrukturen zwischen Hochschulen oder Hochschulen und Universitäten, die eine Promotion ermöglichen. Exemplarisch findest du unter den folgenden Links nähere Informationen:

 

Wenn du eine Betreuungsperson gefunden hast, wird in der Regel eine Betreuungsvereinbarung von euch beiden unterschrieben. Die Betreuungsvereinbarung ist ein wichtiger Bestandteil der Promotion und regelt die Zusammenarbeit zwischen Promovierenden und ihren Betreuenden. Sie legt verbindlich fest, welche Rechte und Pflichten beide Seiten während der Promotionszeit haben.

Die Dauer einer Promotion ist hoch individuell und hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. einer Berufstätigkeit neben der Promotion, der persönlichen Familienplanung oder auch Änderungen im Promotionsthema oder der -betreuung. Ausgehend von einer Vollzeitbeschäftigung, wird die Dauer einer Promotion häufig mit drei Jahren angegeben. Wer mehr dazu wissen möchte, kann sich im Bundesbericht zum wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland näher informieren: https://www.buwin.de/

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Promotion zu finanzieren:

 

  • Qualifikationsstelle: Du bist als wissenschaftliche/r Mitarbeiter*in an einer Universität angestellt. Diese Position ermöglicht es, im Rahmen der Tätigkeit am Promotionsprojekt zu arbeiten. Häufig wird bei entsprechenden Stellenausschreibungen auch mit der Möglichkeit zur Promotion geworben.
  • Stipendium: Du finanzierst dein Promotionsprojekt extern, mit einem Stipendium. Unterstützung bei der Suche nach einem geeignetem Stipendium findest du hier: Promotionsstipendium: Stipendiengeber im Überblick | myStipendium
  • Berufliche Nebentätigkeit: Wie viele Stunden du neben deiner Promotion arbeiten kannst, hängt sehr von deiner individuellen Situation ab. Wichtig ist es dabei, die Promotion nicht aus dem Blick zu verlieren.

Grundsätzlich hast du die Wahl einer kumulativen Dissertation oder einer Monografie. Die Wahl hängt von deinen individuellen Präferenzen, den Anforderungen des Forschungsfeldes oder auch der Promotionsordnung der jeweiligen Fakultät ab.

 

  • Eine kumulative Dissertation besteht aus mehreren veröffentlichten Artikeln in zumeist englischsprachigen Journals mit Peer-Review-Verfahren. Ein wesentlicher Vorteil dabei ist der Publikationsnachweis.
  • Eine Monographie ist eine umfassende Darstellung eines Forschungsthemas in einem einzigen Werk. Ein Vorteil dabei ist, dass die Dissertation mehr in deinen Händen liegt, da du unabhängig von externen Reviewprozessen bist.

Sich während der Promotion mit anderen Promovierenden zu vernetzen, bringt sowohl wissenschaftliche als auch persönliche Vorteile. Der Austausch von Ideen und Erfahrungen kann helfen, methodische oder inhaltliche Probleme zu lösen und neue Perspektiven zu gewinnen. In einer Gruppe kann man sich außerdem gegenseitig emotional unterstützen.  Das Wissen, nicht allein zu sein, fördert das Durchhaltevermögen. Man kann sich gegenseitig praktische Tipps zu Tools und Schreibtechniken geben. Gemeinsame Ziele und Schreibgruppen sorgen für Motivation und Verbindlichkeit.

 

Es gibt vielfältige Möglichkeiten sich im Promotionsprozess zu vernetzen.

Im „Promotionskolleg Ergotherapie“ haben sich Promovierende in und aus der Ergotherapie zusammengeschlossen und treffen sich in der Regel einmal monatlich online zum gemeinsamen Austausch. Willkommen sind alle Ergotherapeut*innen im Promotionsprozess, die sich vernetzen und fachlich austauschen wollen. Bei Interesse melde dich bei Anne Grieger (anne.grieger@zuyd.nl).

Du kannst auch an Graduiertenkollegs oder speziellen Workshops an deiner Uni oder Hochschule teilnehmen. Darüber hinaus gibt es Zertifikatsstudiengänge zur weiteren Qualifizierung und Vernetzung wie z.B. den Zertifikatsstudiengang „qualitative Bildungs- und Sozialforschung“ an der Universität Magdeburg.

Da in Deutschland derzeit nur begrenzte Möglichkeiten bestehen, eine Promotion in den Fachgebieten Ergotherapie sowie Betätigungs- bzw. Handlungswissenschaft (Occupational Science) durchzuführen, haben einige Kolleg*innen ihre Promotion im Ausland absolviert. Zu den Universitäten, an denen deutsche Wissenschaftler*innen in diesen Bereichen erfolgreich promoviert haben bzw. derzeit ihre Promotion durchführen, zählen unter anderem folgende Hochschulen:

 

  • La Trobe University, Australien
  • Oxford Brookes University, Großbritannien
  • University of Brighton, Großbritannien
  • University of Western Ontario, Kanada
  • Amsterdam University Medical Centre, Niederlande
  • Radboud University, Niederlande
  • Karolinska Institutet, Schweden
  • University of Cape Town, Südafrika

 

In einigen Ländern wird zwischen zwei Arten von Promotionen unterschieden: dem Doctor of Philosophy (PhD), der stärker forschungsorientiert ist, und dem Professional Doctorate, der eher praxisorientiert ausgerichtet ist. Bei der Wahl der Promotionsform sollte der langfristige Karriereweg berücksichtigt werden. Wird beispielsweise eine akademische Laufbahn mit dem Ziel einer Professur angestrebt, ist ein PhD zu empfehlen.

 

Ob und wie du ein Promotionsstudium aufnehmen kannst, hängt von den jeweiligen Universitäten und deren Promotionsordnungen ab. Es ist daher empfehlenswert, sich zunächst die Promotionsordnungen der infrage kommenden Hochschulen sorgfältig durchzulesen und zu prüfen, ob du die dort genannten Voraussetzungen erfüllst. Beachte dabei auch die teilweise erheblichen Studiengebühren.

 

Darüber hinaus ist es sinnvoll, frühzeitig Kontakt zu potenziellen Betreuer*innen aufzunehmen.

 

  • Internationale Konferenzen: Eine hervorragende Möglichkeit potenzielle Betreuer*innen kennenzulernen, sind internationale wissenschaftliche Konferenzen. Dort kannst du durch die Vorstellung deiner bisherigen Vorarbeiten, z. B. aus einer Masterarbeit, deine Forschungsideen präsentieren und direkt mit erfahrenen Wissenschaftler*innen in Kontakt treten.
  • Veröffentlichungen: Eine weitere Möglichkeit besteht darin, deine Arbeit in internationalen Fachzeitschriften zu publizieren. Dadurch erhöhst du deine Sichtbarkeit in der wissenschaftlichen Community und kannst leichter mit potenziellen Betreuer*innen ins Gespräch kommen.

 

Der typische Ablauf für die Einschreibung für ein Promotionsstudium umfasst in der Regel folgende Schritte:

  • Bewerbungsunterlagen einreichen: Dazu gehören meist ein Lebenslauf inklusive relevanter Nachweise, ein Motivationsschreiben sowie ein Exposé zu Ihrem geplanten Forschungsvorhaben.
  • Sprachliche Voraussetzungen: Neben fachlichen Kriterien solltest du auch die Sprache nicht außer Acht lassen. Wenn du in einem nicht deutschsprachigen Land promovierst, müssen deine Sprachkenntnisse sowohl im Alltag als auch im wissenschaftlichen Kontext ausreichend gut sein. Häufig werden hierfür offizielle Sprachnachweise verlangt.
  • Auswahlverfahren: In der Regel beinhaltet dies ein Bewerbungsgespräch mit Präsentation deines Forschungsvorhabens.

 

Typisch für ein Promotionsstudium im Ausland sind die beiden folgende Aspekte:

  • Studienstruktur: In vielen Ländern sind Promotionsprogramme strukturiert aufgebaut. Das bedeutet, dass definierte Meilensteine zu festgelegten Zeitpunkten erreicht werden müssen.
  • Unterstützende Angebote: Zusätzlich zu fachlichen und methodischen Veranstaltungen gibt es regelmäßige Supervisionen und Reflexionsgespräche, in denen der Fortschritt im Hinblick auf die erreichten Meilensteine besprochen wird.

 

Eine gründliche Recherche und sorgfältige Vorbereitung erleichtern den Einstieg in die Promotion und helfen dabei, das passende Programm zu finden.

Du willst noch mehr wissen und dich weiter informieren? Dann könnten diese Quellen interessant sein:

Orientierung

Masterstudiengänge im Überblick.

01

Akademisierung neuer Berufsfelder

Studiengänge, die den Brückenschlag zwischen praktischer Ausbildung und akademischer Qualifikation im Fokus haben.

02

Themenfokussierte Studiengänge

Programme mit inhaltlicher Spezialisierung — etwa auf bestimmte Zielgruppen, Methoden oder Versorgungsfelder.

03

FH/HAW-Variante

Anwendungsorientierte Studiengänge an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Tabellarische Übersicht

Alle analysierten Masterstudiengänge im Kontext der Ergotherapiewissenschaft — kompakt als PDF-Download.

Entscheidungshilfe

Welcher Master
passt zu mir?

Die Qual der Wahl – Kriterien für die Auswahl des passenden Masterstudiengangs

Sie überlegen ein Masterstudium zu beginnen, sind sich aber unsicher welchen Masterstudiengang Sie aus der Fülle auswählen sollen? Wonach soll ich entscheiden, was ist wichtig?

Sollten Sie sich aktuell mit diesen Fragen beschäftigen, möchten wir Ihnen mit unseren erarbeiteten Entscheidungshilfen unterstützend an der Seite stehen. Wir, dass ist die Arbeitsgruppe „Masterstudiengänge im Kontext der Ergotherapiewissenschaft“ der DGEW. Um den wissenschaftlichen Nachwuchs innerhalb der Ergotherapie und vor allem der Ergotherapiewissenschaft in Deutschland zu fördern und zu unterstützen haben wir uns Anfang 2020 gegründet. Unter wissenschaftlichem Nachwuchs verstehen wir Ergotherapeut*innen mit einem Masterabschluss, dieser ist gängige Voraussetzung für eine Tätigkeit im Bereich der akademischen Lehre und Forschung und qualifiziert zudem für vielfältige weitere Arbeitsfelder wie beispielsweise Management und Leitung. Des Weiteren ist mit dem Masterabschluss der Weg in die Promotion und somit in die Professur möglich.

Unserer eigenen Erfahrung nach lohnt es sich, sich mit folgenden Fragen bei der Suche nach einem passenden Masterstudiengang intensiv auseinandersetzen:

  • Warum möchte ich ein Masterstudium aufnehmen? Was ist meine Motivation?
  • Wofür soll mich das Masterstudium qualifizieren?
  • In welchem Tätigkeitsfeld möchte ich nach Abschluss des Masterstudiums gern beruflich tätig werden?
  • Inwiefern bin ich räumlich mobil und bereit für ein Studium umzuziehen?
  • Wie kann ich mir das Studium finanzieren?
  • Inwiefern will ich meine berufliche Tätigkeit aufrechterhalten und nur in Teilzeit studieren?
  • Kann ich mir ein Online-Studium vorstellen?
  •  

Machen Sie sich am besten schriftliche Notizen und nutzen Sie diese bei der Recherche nach geeigneten Studiengängen. Wollen Sie sich bspw. explizit für eine Lehrtätigkeit qualifizieren, ist ein Masterstudium der Berufspädagogik oder Bildungswissenschaft zu empfehlen. Für ihre inhaltliche Recherche können Sie im ersten Schritt unsere erstellte Übersicht nutzen, die eine bewusste Auswahl an Masterstudiengängen auflistet. Für eine vertiefende Auseinandersetzung empfehlen wir immer sich weitere Informationen über den jeweiligen Studiengang einzuholen, bspw. über die Website der Hochschule/Universität.

In einem ersten Schritt haben wir existierende Masterstudiengänge im Feld der Ergotherapiewissenschaft/ Gesundheits- und Therapiewissenschaften und angrenzender Wissenschaftsbereiche wie der Berufs- oder Medizinpädagogik zusammengetragen und unter der Fragestellung des inhaltlichen Zuschnitts und fachlichen Ausdifferenzierung (Hachmeister & Greves, 2019) analysiert. Dafür wurden verschiedene Analysekriterien festgelegt und angewendet, die wir hier näher erläutern (Berding et al., 2023).

Es wurden vor allem Studiengänge aus Deutschland inkludiert, ergänzend ergotherapiespezifische Studiengänge aus dem deutschsprachigen Ausland (Österreich, Schweiz). Die Online-Recherche erfolgte zwischen November 2020 und Februar 2022.

Die entstandene tabellarische Übersicht der Masterstudiengänge gibt einen ersten Einblick in existierende Masterstudiengänge und deren inhaltliche Ausrichtung, sie verfolgt aber keinesfalls den Anspruch einer vollständigen Abbildung der derzeitigen Studienlandschaft.

Quelle:

Berding, J., Böttger, T., Flottmann, S., Grieger, A., Schirmer, J., & Tsangaveli, I. (2023). Den passenden finden. Ergotherapie und Rehabilitation. Schulz-Kirchner Verlag GmbH. https://doi.org/10.2443/skv-s-2023-51020230403

Hachmeister C., Grewes J. (2019). Die Vielfalt der Studiengänge 2019. Entwicklung des Studienangebotes in Deutschland zwischen 2014 und 2019. Gütersloh: Centrum für Hochschulentwicklung.

Die Arbeitsgruppe orientierte sich bei der Analyse der identifizierten Masterstudiengänge an die von Hachmeister und Greves (2019) beschriebenen Muster der Ausdifferenzierung, um den inhaltlichen Zuschnitt der Studiengänge ausweisen zu können. Die Masterstudiengänge werden in der tabellarischen Übersicht den folgenden drei Unterkategorien zugeordnet:

  • Akademisierung neuer Berufsfelder,
  • Themenfokussierte Studiengänge
  • Die FH/HAW-Variante seit längerem an Universitäten bestehende Fächer


Unter der Kategorie „Akademisierung neuer Berufsfelder“ sind die disziplinspezifischen Masterstudiengänge aufgelistet, die Ergebnis der Akademisierung sind. Dieser inhaltliche Zuschnitt fokussiert jene Studiengänge, die im Inhalt die Ergotherapie, die Ergotherapiewissenschaft und/oder die Occupational Science in besondere Weise zum Gegenstand haben.

Die Kategorie „Themenfokussierte Studiengänge“ umfasst alle Masterstudiengänge, die in ihrem Namen speziell auf ein Anwendungsfeld oder Thema verweisen. Unter dieser Kategorie werden Studienprofile erfasst, die eine gesundheitswissenschaftliche Basis und zudem einen inhaltlichen Fokus haben, bspw. Versorgungsforschung oder Versorgungsentwicklung/-management oder Gesundheitsbildung.

Hingegen sind unter der Kategorie „Die FH/HAW-Variante seit längerem an Universitäten bestehende Fächer“ die Studiengänge erfasst, die zuvor als Studienfach an Universitäten nun auch an Fachhochschulen angeboten werden. Unter dieser Kategorie werden bspw. Studiengänge mit dem Titel angewandte Gesundheitswissenschaft oder Therapiewissenschaften verstanden, da zu mindestens Gesundheitswissenschaften und Rehabilitationswissenschaften im Wesentlichen an Universitäten gelehrt werden. Zudem werden Studiengänge mit dem Titel Bildungswissenschaften/ Berufspädagogik eingeschlossen, die die Lehrerbildung im Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe adressieren, da Bildungswissenschaften und Berufspädagogik im Wesentlichen an Universitäten gelehrt werden. Dies umfasst auch jene Studiengänge, die mit Gesundheits- oder Medizinpädagogik bezeichnet werden, in denen ebenfalls Berufspädagogik im Mittelpunkt steht.

In der tabellarischen Übersicht finden Sie:

  •  Titel des Studiengangs
  • Angaben zur Hochschule
  • Hochschulgrad/ Abschluss
  • Studienfeld/er (nach HRK Hochschulkompass)
  • Exemplarische inhaltliche Merkmale sowie Ausrichtung (Auswahl)
  • zeitlicher Form des Studiengangs (Voll-/Teilzeit/Teilzeit berufsbegleitend)

Die tabellarische Übersicht bietet einen ersten Einblick und Orientierung, hat aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es werden immer wieder neue Masterstudiengänge entwickelt. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, sich die Homepages der Hochschulen und Universitäten anzuschauen sowie existierende Datenbanken zur Studiengangssuche zu nutzen. Interessieren Sie sich für einen bestimmten Masterstudiengang lohnt ein Blick in die veröffentlichen Modulhandbücher auf den Homepages der Hochschulen und Universitäten, um die konkreten Inhalte kennenzulernen.

Sie haben in Ihrer Recherche einen neuen und interessanten Masterstudiengang aus den Studienbereichen „Gesundheits- und Therapiewissenschaften“, „Therapie“ oder „Berufspädagogik“ entdeckt? Oder wird in der tabellarischen Übersicht ein bereits aufgeführter Masterstudiengang nicht mehr angeboten bzw. funktioniert der angegebene Link zur Homepage nicht mehr? Sie haben einen anderen Fehlerteufel entdeckt? Dann freuen wir uns über einen Hinweis von Ihnen an folgende E-Mail-Adresse: kontakt@dgew.info

 

Eine regelmäßige Aktualisierung der Liste ist geplant.

Mitwirken

In einer der AGs aktiv werden.

Sie interessieren sich für Mentoring, den Austausch zu Masterstudiengängen oder möchten mitdiskutieren? Schreiben Sie uns.